Mittwoch, 13. Juni 2012

Vorteil 68 – Keine Arbeitslosigkeit

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Der ärmste Mensch ist der, der keine Beschäftigung hat.«
– Albert Schweitzer
dt. Arzt, Theologe und Pazifist

Die Abschaffung der Arbeitslosigkeit gilt in vielen Ländern als politisches Ziel Nummer eins. Gleichzeitig erleben wir, dass immer mehr Produktionsstätten geschlossen werden, weil entweder der Bedarf sinkt oder der technische Fortschritt mehr Produktion mit weniger Arbeitskräften möglich macht. Für die arbeitsintensiven Berufe wie Gesundheit und Sozialwesen, Kranken-und Altenpflege, Seelsorge und so weiter fehlt das Geld.

Die Bedingungslose Teilhabe garantiert jedem Menschen eine Beschäftigung, die seinen Neigungen und Fähigkeiten entspricht, um sich sein Aktives Grundeinkommen zu verdienen. Damit ist von heute auf morgen das Problem der Arbeitslosigkeit beseitigt und hundert Prozent Vollbeschäftigung erreicht.

Der Mensch ist ein soziales Wesen mit sehr vielfältigen Neigungen und Fähigkeiten. Es ist davon auszugehen, dass viele Menschen ihre Neigungen und Fähigkeiten im sozialen Bereich haben. Ein großer Teil des Bedarfs an sozialen Tätigkeiten dürfte daher bereits durch die Bedingungslose Teilhabe abgedeckt werden.

Der Autor macht keinen Hehl daraus, dass er die Bedingungslose Teilhabe mit ihrem Aktiven Grundeinkommen einem sogenannten »Bedingungslosen Grundeinkommen« vorzieht. Denn im Gegensatz zum Bedingungslosen Grundeinkommen, das »einfach so« ausbezahlt würde, hat die Bedingungslose Teilhabe enorm viel wohltuende Vorteile. Sollte sich die Mehrheit der Menschen jedoch für ein Bedingungsloses Grundeinkommen entscheiden, ist die Natürliche Ökonomie des Lebens voraussichtlich das einzige Geld- und Wirtschaftsmodell, mit dem dies auf internationaler Ebene finanzierbar wäre. Auch in diesem Falle wird es keine Arbeitslosigkeit im alten Sinne mehr geben. Aus dem Schreckgespenst der Arbeitslosigkeit wird in beiden Fällen der Segen der selbstbestimmten Zeit.

Dienstag, 12. Juni 2012

Vorteil 69 – Gutes Arbeitsklima

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.«
– Aristoteles
griech. Philosoph

Druck, Stress, Hektik, Mobbing, Gesundheitsrisiken – das sind einige der weit verbreiteten Begleiterscheinungen an den Arbeitsplätzen der so genannten zivilisierten Länder. In der Dritten Welt geht es oft noch viel schlimmer zu. Für einen Hungerlohn werden Männer, Frauen und sehr oft auch Kinder wie Sklaven gehalten. In den so genannten »Sweatshops« müssen sie teilweise sechzehn Stunden und mehr unter unmenschlichen Bedingungen schuften. Solche menschenverachtenden Zustände kann es nur geben, solange Menschen durch Not gezwungen werden, diese zu akzeptieren. 

Mit Einführung der Bedingungslosen Teilhabe ist damit Schluss. Dann müssen Arbeitgeber um ihre Arbeitnehmer werben. Sie müssen ihnen mehr bieten als nur Geld. Arbeitsplatz und Arbeitsklima müssen als angenehm empfunden werden. Ein Ort, wo man sich gerne mit seinen Kolleginnen und Kollegen trifft. Arbeit wird zum begehrten gesellschaftlichen Ereignis, zum Mittelpunkt der zwischenmenschlichen Kommunikation. Arbeitgeber, die dies ihren Arbeitnehmern nicht bieten, werden bald allein dastehen. Oder sie lernen schnell dazu. Bereits heute gibt es in dieser Beziehung vorbildliche Unternehmen, von denen man lernen kann.

Das Arbeitsklima wird sich also sehr schnell signifikant verbessern. Das wird sich – Sie ahnen es bereits – auch wieder positiv auf die Gesundheit aller Beteiligten auswirken.

Montag, 11. Juni 2012

Vorteil 70 – Sinnerfüllte Arbeit

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Man muss eine Aufgabe vor sich sehen und nicht ein geruhsames Leben.«

– Leo Tolstoi
russischer Schriftsteller

Ein schöner Arbeitsplatz mit hervorragendem Arbeitsklima ist die eine Sache. Sinnerfüllung eine andere. Zwar wird es immer Menschen geben, die jeden Blödsinn mitmachen, wenn nur die Stimmung gut ist und die Kohle stimmt. Viele Menschen werden jedoch Wert darauf legen, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Da niemand gezwungen ist, entgegen seiner Natur zu arbeiten, und die Arbeitgeber um ihre Arbeitnehmer werben müssen, wird es ein Leichtes sein, sich seinen Arbeitsplatz herauszusuchen. Wer nach sinnerfüllender Arbeit sucht, wird sie finden.

Sonntag, 10. Juni 2012

Vorteil 71 – Wegfall unnützer und schädlicher Arbeiten

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die menschliche Natur.«
– John Locke
Englischer Philosoph

Ähnlich wie mit sinnloser Arbeit verhält es sich auch mit unnützen oder schädlichen Tätigkeiten. Zurzeit hört man immer wieder Menschen darüber klagen, dass sie dazu verdonnert seien, unnütze oder sogar schädliche Tätigkeiten verrichten zu müssen. Fragt man sie dann, warum sie das tun, erhält man die Antwort, sie müssen ihren Lebensunterhalt verdienen.

In der Natürlichen Ökonomie des Lebens fällt dieser Zwang weg. Gerade in Bezug auf schädliche Arbeiten (umweltschädlich, gesundheitsschädlich, kriegerisch, ausbeuterisch usw.) ist das ein Segen für den Einzelnen, für die Gemeinschaft und für die Umwelt. Niemand braucht mehr etwas tun, von dessen Nützlichkeit er nicht überzeugt ist. Ein guter Maßstab für die Nützlichkeit einer Arbeit ist wieder einmal das Dreifache Wohl: Dient die Arbeit dem Einzelnen, der Gemeinschaft und dem großen Ganzen? Wenn alle drei Fragen mit einem eindeutigen »Ja« beantwortet werden können, dann ist die Arbeit nützlich. Fehlt ein Bereich, dann sollte nachgebessert werden.

Insgesamt wird also viel mehr Nützliches und Konstruktives getan werden, das sowohl dem Einzelnen, der Gemeinschaft und dem großen Ganzen dient.

Samstag, 9. Juni 2012

Vorteil 72 – Jeder kann sein volles Potenzial entfalten

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Es ist reine Zeitverschwendung, etwas nur mittelmäßig zu tun.«
– Madonna
am. Sängerin und Schauspielerin

Es beginnt mit dem Bewusstmachen der eigenen Wünsche, Sehnsüchte, Träume, Ziele, Neigungen und Fähigkeiten – einer Disziplin, die bereits im Kindesalter geübt werden sollte. Auch Kinder haben das Recht zur Bedingungslosen Teilhabe. Ihrem Alter und ihrem Wesen entsprechend dürfen sie sich schon sehr früh in die Gemeinschaft einbringen und dafür ihr Aktives Grundeinkommen empfangen. Ab welchem Alter das ist, muss in Zusammenarbeit mit Pädagogen erarbeitet werden. Wir vermuten, dass es im Kindergartenalter beginnen kann.

Während der Übergangszeit in die Natürliche Ökonomie des Lebens wird es auch viele Erwachsene geben, die erst wieder lernen müssen,  ihre inneren Bedürfnisse und Fähigkeiten zu spüren und in Einklang mit dem Dreifachen Wohl zu bringen. Dies wird ein großartiges Betätigungsfeld für die vielen Sozialpädagogen, Persönlichkeits-Trainer und Berater, die es ja jetzt schon gibt.

Die Bedingungslose Teilhabe ist also nicht nur eine Pflichtübung um sein Aktives Grundeinkommen zu verdienen. Sie ist eine Art Lebensschule, in der man trainieren kann, immer besser sein volles Potenzial zu entfalten. Die Entfaltung des vollen Potenzials wird durch zwei Dinge begünstigt: die Bewusstmachung der eigenen Neigungen und Fähigkeiten sowie die Möglichkeit, diese sofort in die Gemeinschaft einzubringen.

Freitag, 8. Juni 2012

Vorteil 73 – Keine durch Armut bedingte Kriminalität

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Es ist für den Reichen viel leichter, Gutes zu tun,
als für den Armen, sich vom Bösen fernzuhalten.«
– Jean Antoine Petit-Senn
franz. Dichter

Warum ist es in den Großstädten armer Länder besonders gefährlich? In den Slums organisieren sich Banden, die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten, andere Menschen zu berauben. Bereits kleine Kinder werden zu Taschendieben oder deren Helfershelfern ausgebildet und benutzt. Das ist eine der wenigen Einkommensquellen, die diese Menschen haben. Kann man es ihnen verdenken? Wohl kaum!

Da es in der Natürlichen Ökonomie des Lebens keine Armut mehr gibt, geht auch die notbedingte Kriminalität zurück. Es gibt ja weitaus schönere Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und dabei sein volles Potenzial zu entfalten.

Was möglicherweise bleibt, ist pathologische Kriminalität: der Kleptomane, der ohne Not im Kaufhaus etwas mitlaufen lässt zum Beispiel. Vielleicht geht auch die krankhafte Kriminalität zurück, denn Gradido wirkt sich äußerst positiv auf die physische und psychische Gesundheit aus.