Freitag, 20. Juli 2012

Vorteil 41 – Großes Kreditangebot lässt neue Finanzprodukte entstehen

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«

»Die erste Handlung der Selbstständigkeit eines Menschen
ist der Entwurf eines Lebensplans.«
– Heinrich von Kleist
dt. Dichter

Das große Kreditangebot wird die Fantasie beflügeln, neue Finanzprodukte zu entwickeln. Diese können sowohl privat als auch über Finanzdienstleister gehandelt werden. Denkbar sind neuartige Rentenmodelle: Menschen mittleren Alters helfen jungen Menschen bei deren Hausbau oder Firmengründung und erhalten dafür im Alter eine Zusatzrente. Ein anderes Produkt könnte sich mit der komfortablen Realisation von Sabbatjahren befassen: die Kunden planen Zeiten, in denen sie nicht arbeiten wollen. Im Gegenzug ermöglichen sie anderen das gleiche.

Wie wir sehen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Genau genommen geht es hierbei auch nicht in erster Linie um Finanzprodukte, sondern um vielfältige Möglichkeiten der Lebensplanung und Lebensgestaltung, die in der Natürlichen Ökonomie des Lebens sehr leicht realisierbar sind. Ein ideales neues Geschäftsfeld für Kundenberater von Banken und Versicherungen sowie für Finanzdienstleister aller Art.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Vorteil 42 – Geringes Kreditrisiko

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Das größte Risiko auf Erden laufen die Menschen,
die nie das kleinste Risiko eingehen wollen.«
– Bertrand Russell
brit. Philosoph u. Mathematiker

Aufgrund der Vergänglichkeit besteht das größte Risiko darin, keinen Kredit zu vergeben. Jeder für den Kreditgeber auch noch so ungünstige Kredit wäre besser. Das heißt  jetzt nicht, dass man ungünstige Kredite vergeben soll. Doch es bedeutet, dass das Kreditrisiko sehr gering ist. Sollten von zehn vergebenen Krediten zwei »platzen«, hat man immer noch den Vorteil von acht vergebenen Krediten, denn das Geld der beiden geplatzten Kredite wäre ohnehin weg, wenn man diese Kredite nicht vergeben hätte.

Selbstverständlich sind Kreditverträge genauso verbindlich wie in der heutigen Zeit. Dabei hat es der Kreditnehmer sehr leicht, seine Kredite zurück zu bezahlen, denn Geld ist allgemein reichlich vorhanden und fließt daher auch sehr großzügig. Das Risiko, zahlungsunfähig zu werden, ist viel geringer als im jetzigen System.  Es wird daher kaum zu Ausfällen kommen.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Vorteil 43 – Interessante Geschäftsbeteiligungen

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Es darf nicht sein, dass man für eine pfiffige Idee keinen Kredit bekommt,
wohl aber für das Grundstück seiner Großmutter.«
– Jürgen Rüttgers
dt. Politiker (CDU)

In einem solch fruchtbaren Umfeld wird es viele inspirierte Geschäftsideen geben. Die Leute haben reichlich Geld und geben es wegen der Vergänglichkeit auch gerne aus. Gute Produkte und Dienstleistungen, die das Leben schöner machen, haben gute Chancen am Markt. Exzellente Zeiten für Gründer!

Viele Menschen werden großes Interesse haben, in neue Unternehmen zu investieren. Laufen die Geschäfte gut, können sie positive Renditen erhalten, was ja bei den zinslosen Krediten nicht möglich gewesen wäre. Wieder ein ideales Geschäftsfeld für gute Finanzdienstleister und Berater. Vorstellbar sind auch neuartige Gründerportale, die Erfinder und Entwickler mit Anlegern und Geschäftsleuten zusammenbringen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Vorteil 44 – Keine verdeckten Zinsen in den Preisen

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Alle sich in den Produktions- und Preisstufen akkumulierenden Kosten gehen in die Endpreise ein. Sie müssen also von den Haushalten, die als Letzte in der Kette die Kosten nicht mehr weiter wälzen können, mit ihren Ausgaben direkt oder indirekt getragen werden.«
– Helmut Creutz
dt. Wirtschaftsanalytiker und Publizist.

In der heutigen Zeit müssen in alle Preise Zinsen, Steuern und sonstige Abgaben einkalkuliert werden. Das verteuert entweder die Preise oder führt zu einem gnadenlosen Verdrängungswettbewerb, den nur die großen Discounter überleben. Beides zeigt sich  zurzeit auf allen Ebenen.

In der Natürlichen Ökonomie des Lebens sind Kredite normalerweise zinsfrei. Es müssen also keine verdeckten Zinsen in die Produkte einberechnet werden. Die Preise werden wieder fair, und der Wettbewerb zwischen Discountern und Einzelanbietern entzerrt sich.

Montag, 16. Juli 2012

Vorteil 45 – WIN-WIN-Situationen für Kreditgeber und Kreditnehmer

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Wir glauben, dass Ökonomie nicht notwendigerweise ein Nullsummenspiel sein muss;
es kann ein WIN-WIN-Projekt für alle Beteiligten sein, wenn sie die für den Erfolg
erforderlichen Werkzeuge haben.«
– Ron Kind
am. Politiker

Über die Vorteile für die Kreditgeber wurde bereits geschrieben: durch Kreditvergabe kann man seinen Geldwert speichern. Diese Vorteile sind so groß, dass es möglicherweise sogar negative Zinsen bei Krediten geben wird.

Und damit sind wir bei den Vorteilen für die Kreditnehmer. Wer heutzutage ein Haus auf Kredit bauen muss, bezahlt im Laufe der Jahre unter Umständen die dreifache Summe zurück. Je länger die Kreditlaufzeit, umso mehr muss der Kreditnehmer zurückbezahlen.

In der natürlichen Ökonomie des Lebens ist das ganz anders. Der maximale Betrag, den ein Kreditnehmer zurück bezahlen muss, ist der Kreditbetrag. Beide Parteien, Kreditgeber und Kreditnehmer genießen also große Vorteile durch den Kredit. Sie genießen damit echte WIN-WIN-Situationen.

Sonntag, 15. Juli 2012

Vorteil 46 – Ausgleichs- und Umwelt-Fonds

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«

»Wir wollen nicht von den Quellen schwärmen, sondern aus den Quellen trinken; wir wollen die Blumen, die Vögel und die Schmetterlinge nicht in immer schöner aufgemachten Bildbänden, sondern ganz persönlich kennenlernen; wir wollen Lüfte einatmen und Früchte genießen, die uns nicht krank machen; und lärmfrei und unter gesunden Bäumen wollen wir in den Abend hineinträumen.«

– Hubert Weinzierl
Dt. Naturschützer

In den vergangenen hundert Jahren hat die Menschheit mehr Umwelt zerstört als in tausenden Jahren zuvor. Die Abholzung der Regenwälder, Ausrottung vieler Tier- und Pflanzenarten, Vergiftung von Wasser und Luft, Atomenergie, Industrie- und Autoabgase, Massentierhaltung, Elektrosmog und vieles mehr bringen das ökologische System unserer Erde an seine Grenzen.

Trotzdem wird heutzutage Umweltschutz nur dann betrieben, wenn es sich »rechnet«. Und damit es sich »rechnet«  werden die absurdesten Verrechnungsformen eingeführt, wie zum Beispiel der Zertifikate-Handel für CO2-Emissionen. Abgesehen davon, dass man jetzt das Kohlendioxid als Klimakiller Nummer eins gebrandmarkt hat, ist dies nichts weiter als moderner Ablasshandel. Und die Umweltzerstörung geht weiter.

Die Natürliche Ökonomie des Lebens gründet auf die dreifache Geldschöpfung. Jeden Monat werden 3 mal 1000 Gradido pro Person geschöpft: 1000 Gradido für das Grundeinkommen, 1000 Gradido für den Staatshaushalt und 1000 Gradido für den Ausgleichs- und Umweltfonds (AUF). Jedem Land steht damit ein zusätzlicher Haushalt zum Schutz und zur Sanierung der Umwelt zur Verfügung, und zwar in derselben Höhe wie der eigentliche Staatshaushalt. Damit ist die Natürliche Ökonomie des Lebens das einzige uns bekannte Geld- und Wirtschaftssystem, das Umweltsanierung und Umweltschutz einen so hohen Stellenwert verleiht.

Der Ausgleichs- und Umweltfonds ist ein Garant dafür, dass das Wohl der Umwelt bei allen Menschen an erster Stelle steht. Auch »Geldmenschen« werden ihre Liebe zu Mutter Erde wieder finden.

Samstag, 14. Juli 2012

Vorteil 47 – Eindeutiges Anreizsystem für das Leben

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


»Unsere gemeinsame Mutter Natur zeigt ihren Kindern immer deutlicher,
dass ihr der Geduldsfaden gerissen ist.«
– Tendzin Gyatsho
14. Dalai Lama

Wirtschaft arbeitet mit Anreizen. Das stärkste Anreizsystem in der Wirtschaft ist das Geld. Im alten System schafft das Geld keine eindeutigen Anreize für das Leben. Im Gegenteil, meistens schafft es zerstörerische Anreize: für Umweltzerstörung, für die Ausbeutung der anderen, für Krieg. Selbst der gutwilligste Mensch ist zerrissen in einem ständigen Konflikt zwischen seinem Gewissen und seiner Ethik auf der einen Seite und den finanziellen Anreizen auf der anderen. Unser derzeitiges Geldsystem erzwingt lebensfeindliches Verhalten geradezu. Und so verwundert es nicht, dass die Kriegsindustrie weltweit einer der stärksten Industriezweige ist. Es ist pervers, dass wir Menschen, die wir uns in der Lage befinden, möglicherweise bald von diesem Erdball zu verschwinden, unsere stärksten wirtschaftlichen Kräfte in einen Industriezweig stecken, dessen Zweck es ist, uns gegenseitig umzubringen! Unser heutiges Wirtschaftssystem ist eindeutig auf Selbstzerstörung programmiert.

Die Natürliche Ökonomie des Lebens bietet eindeutige Anreize für das Leben. Ihr oberstes Entscheidungskriterium ist das Dreifache Wohl: das Wohl des Einzelnen, das Wohl der Gemeinschaft und das Wohl des großen Ganzen. Aus dem Dreifachen Wohl leitet sich die Dreifache Geldschöpfung ab: Grundeinkommen, Staatseinkommen und Ausgleichs- und Umweltfonds. Das Geld wird durch das Leben direkt geschöpft und bietet auf allen Ebenen Anreize, sich für das Leben zu entscheiden und lebensfreundlich zu verhalten. Auf besondere Weise trifft dies auf den Ausgleichs- und Umweltfonds zu, der umweltfreundliche Aktivitäten subventioniert.

Auch hier gilt wieder das Prinzip, dass positive Motivation um ein Vielfaches besser ist als Strafandrohung. Indem wir das Gute belohnen, fördern wir die positiven Gefühle im Menschen. Freude, Stolz, Selbstbewusstsein, Gemeinschaftsgefühl, Verantwortungsgefühl usw. heben die Lebensqualität eines jeden einzelnen Menschen und damit auch der Gemeinschaft. Medizinisch gesehen werden im Gehirn der Menschen Endorphine ausgeschüttet. Das sind Glückshormone die zu Wohlgefühl und dauerhafter Gesundheit beitragen.

Wie wir sehen, ist auch hier wieder das Dreifache Wohl gewahrt. Die einzelnen Menschen werden glücklicher und gesünder.  Dadurch erhöht sich die Lebensqualität innerhalb der Gemeinschaft. Dies wurde hervorgerufen durch die Belohnung bzw. Subventionierung umweltfreundlicher Aktivitäten, also durch Maßnahmen zum Wohle des großen Ganzen.