Donnerstag, 13. September 2012

Vorteil 8 – Geldmenge wie in Mitteleuropa

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Wohlstand ist nur ein Werkzeug, das man benutzen,
und kein Götze, den man anbeten sollte.«
– Calvin Coolidge
30. Präsident der USA

Die Länder in Mitteleuropa gehören (noch) zu den wohlhabenden Nationen. Ihr Wohlstand zieht Migranten aus aller Welt an. Mit anderen Worten: Menschen, die in ihrer Heimat kein gutes Auskommen haben, migrieren nach Mitteleuropa um hier ihr Glück zu versuchen. Viele von ihnen schicken Geld nach hause, um ihre Familien zu unterstützen. Daher macht es Sinn, das heutige Mitteleuropa als quantitativen Maßstab für den weltweiten Wohlstand zu wählen. Und dies fängt bei der Geldmenge an.

Die Summe aller Guthaben in Deutschland lag im Jahr 2008 bei etwa 5 Billionen Euro.  Geteilt durch die Einwohnerzahl von etwa 82 Millionen Deutschen ergibt das im Durchschnitt ca. 60.000 Euro pro Person. Das entspricht der Pro-Kopf-Geldmenge in Gradido, die sich durch den Kreislauf von Werden und Vergehen ganz von selbst ergibt.

Mittwoch, 12. September 2012

Vorteil 9 – Stabile Preise

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Jedes Problem, das man bewältigt, bringt einen in der Zukunft weiter.
Und gibt auch neue Kraft.«
– Steffi Graf
dt. Tennisspielerin

Bei einer stabilen Pro-Kopf-Geldmenge ist davon auszugehen, dass sich die Preise auf ein stabiles Niveau einpendeln werden. Da die Geldmenge in Gradido der derzeitigen Geldmenge in Mitteleuropa entspricht, wird sich auch das Preisniveau in vergleichbarer Höhe einspielen. Die Preise der Produktgruppen untereinander können sich dabei verschieben, denn  es gibt neue Parameter, die Einfluss auf die Preise haben.

Wegen der Vergänglichkeit wollen die Menschen ihr Geld vielleicht schneller ausgeben. Dies würde die Preise nach oben drücken. Andererseits fallen Zinsen, Steuern und andere Abgaben weg, die heutzutage mehr als die Hälfte der Endverbraucherpreise ausmachen. Dadurch sinken die Preise wieder. In der Summe könnten sich die beiden gegenläufigen Tendenzen ausgleichen.

Umweltfreundliche und biologische Produkte werden durch den Ausgleichs- und Umweltfonds (AUF) subventioniert. Sie werden also deutlich preiswerter sein als vergleichbare umweltschädliche Produkte. Es wird billiger sein, im Einklang mit der Natur zu leben.

Handgefertigte Güter werden wahrscheinlich nicht billiger werden. Aber sie werden für normale Menschen bezahlbar. Wegen ihrer steuerfreien Einnahmen haben Berufstätige mehr Geld übrig, das sie auf Grund der Vergänglichkeit nicht horten können. Die beste Art, sich nachhaltige Lebensqualität zu verschaffen, wird darin bestehen, hochwertige Güter anzuschaffen, zum Beispiel handgefertigte Möbel, Schuhe, Kleidung und natürlich auch Kunstgegenstände und Kultur.

Zusammenfassend ist zu erwarten, dass das Preisniveau etwa so sein wird wie jetzt. Dabei wird sich die Lebensqualität der Menschen signifikant erhöhen.



Dienstag, 11. September 2012

Vorteil 10 – Selbstregulierendes Geld- und Wirtschaftssystem

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Wenn wir nicht unsere Entschiedenheit demonstrieren, auf längere Sicht die Staatsfinanzen nachhaltig zu gestalten, bekommen wir weder finanzielle Stabilität noch gesundes Wirtschaftswachstum«.

– Ben Bernanke
Präsident der FED

Mit ihrer Aufgabe, die Geldmenge zu regulieren und damit finanzielle Stabilität zu schaffen sind die Notenbanken schon längst überfordert. Wie sollten sie auch ein kompliziertes System stabilisieren können, das in seinen Grundfunktionen widernatürlich und funktionsuntüchtig konstruiert ist?

Die Natürliche Ökonomie des Lebens ist ein selbstregulierendes System. Die Geldmenge stabilisiert sich selbst über den Kreislauf von Werden und Vergehen. Und wie funktioniert das mit der Güterversorgung?

Nehmen wir an, ein lebenswichtiges Gut, zum Beispiel ein Nahrungsmittel würde knapp. So etwas kann verschiedene Gründe haben. Die Ernte könnte verhagelt sein, oder die Produktion ist zu aufwändig geworden und lohnt sich nicht mehr. Vielleicht sind die Transportwege zu lang. Oder die Arbeit ist zu mühsam, und es finden sich nicht genug Menschen, die in der Produktion arbeiten wollen. Was auch immer die Knappheit ausgelöst hat, das Produkt wird teurer.

Sofern es sich um ein lebenswichtiges Produkt handelt, erhöhen sich die Lebenshaltungskosten, und manche Leute können nicht mehr so komfortabel vom Grundeinkommen leben. Folglich werden sie etwas dazu verdienen wollen. Die besten Löhne und Gehälter gibt es dort, wo ein dringender Mangel beseitigt werden muss – in unserem Falle bei der Herstellung des knapp gewordenen Lebensmittels. Dort werden sich die Arbeitssuchenden vorzugsweise bewerben.

Nun wird das knappe Produkt wieder in größeren Mengen hergestellt. Die Preise sinken wieder, und die Produktion pendelt sich auf das normale Maß ein.

Das System hat sich von selbst reguliert, ohne dass eine externe Instanz hätte eingreifen müssen. Die konstante Geldmenge sorgt dafür, dass sich Produktionsmenge und Preise nach ihr richten. Hätte man versucht, Einfluss auf die Geldmenge zu nehmen, wäre daraus ein unkontrollierbares Etwas geworden – eine Blase.

Montag, 10. September 2012

Vorteil 11 – Keine Finanzblasen

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Jetzt muss jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzmärkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken gewiesen werden muss.«
– Horst Köhler
ehem. deutscher Bundespräsident

In jüngster Vergangenheit wurden uns eine Menge so genannter »Blasen« beschert. Immobilienblasen und Finanzblasen entstehen, wenn das System keine funktionierenden Selbstregulierungsmechanismen hat. In einem System, das auf das Schärfste kontrolliert werden muss um nicht aus dem Ruder zu laufen, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Es muss nur etwas passieren, womit die Kontrollorgane nicht gerechnet hatten, und schon bilden sich Blasen, wachsen und platzen schließlich. Auf Zwischenfälle reagieren Kontrollorgane mit noch schärferer Kontrolle (sie können nichts anderes). Dies führt zu immer schmerzhafteren Einschränkungen der persönlichen Freiheit, ohne echte Stabilität erzeugen zu können.

Wirklich nachhaltige Stabilität entsteht, wenn der Druck so gering wie möglich gehalten wird und sanfte Selbstregulierungsmechanismen greifen, wie wir sie bei Gradido vorfinden.

Blasen entstehen an Druckstellen. Wir bekommen Blasen, wenn »uns der Schuh drückt«. Erhöhung des Drucks führt zu schlimmeren Blasen. In einem selbstregulierenden System braucht man keinen Druck auszuüben. Und wo kein Druck ist, wird niemand dagegen rebellieren.

Da die Geldmenge konstant ist und weder durch Kredite noch durch Spekulationen verändert werden kann, sind bei Gradido keine Finanzblasen möglich. Ohne externe Kontrolle läuft das selbstregulierende System stabil.

Sonntag, 9. September 2012

Vorteil 12 – Entlastung der nachfolgenden Generationen

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«

»Wir haben unsere Erde nicht von unseren Eltern geerbt,
sondern von unseren Kindern geliehen.«
– Indianisches Sprichwort

Manche Leute behaupten, die nachfolgenden Generationen hätten die Schulden zurückzuzahlen, die unsere Generation gemacht hat. Was Geld-Schulden betrifft, so glaube ich kaum, dass sie so naiv sein werden. An wen sollten sie die Schulden zurück bezahlen? An die Banken? An die Gläubiger, die ohnehin die reichsten Menschen der Welt sind? Früher oder später werden die Menschen aufwachen und den faulen Zauber erkennen. Es wird einen Schuldenschnitt geben, und das war's dann.

Weitaus problematischer sind die katastrophalen Schäden, die unsere Generation der Natur angetan hat. Die lassen sich nämlich nicht durch einen Schuldenschnitt beseitigen. Je länger wir weitermachen wie bisher, umso größer werden diese Schäden und umso geringer wird die Überlebenschance der Menschheit. Die nachfolgenden Generationen werden das auszubaden haben, was unsere Generation der Erde angetan hat.

Die Natürliche Ökonomie des Lebens kann diese Schäden auch nicht von heute auf morgen beseitigen. Doch wir können alles daran setzen, unseren Teil beizutragen, dass die Natur sich wieder erholen kann. Der Ausgleichs- und Umweltfonds (AUF) ist ein einzigartiges Instrument, das in jedem Land einen zusätzlichen Umwelttopf zur Verfügung stellt, und zwar in gleicher Höhe wie der Staatshaushalt. Damit ist die wirtschaftliche Basis geschaffen, Umweltschutz und -sanierung in einem nie gekannten Ausmaß finanziell zu fördern. Nur umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen werden am Markt konkurrenzfähig sein. Die Weltwirtschaft wird durch positive Anreize auf Sanierung getrimmt. Umweltschäden werden Schritt für Schritt abgebaut, die Natur kann sich erholen, und die nachfolgenden Generationen werden schließlich wieder einen lebenswerten Planeten vorfinden.

Samstag, 8. September 2012

Vorteil 13 – Sanfte Vergänglichkeit

Auszug aus dem Buch »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens«


 »Mach dir nicht vor, du wolltest Irrtümer in der Natur verbessern.
In der Natur ist kein Irrtum, sondern der Irrtum ist in dir.«

– Leonardo da Vinci
ital. Künstler und Universalgenie

Zur Schöpfung gehört die Vergänglichkeit. Das ist der Kreislauf des Lebens, der Kreislauf von Werden und Vergehen. Wenn wir die Vergänglichkeit nicht einplanen sondern zu umgehen versuchen, dann trifft sie uns umso härter, und zwar zu einem Zeitpunkt, wo wir sie überhaupt nicht gebrauchen können. Beispiele für ungeplante Vergänglichkeit sind Inflation, Wirtschaftskrise, Geldcrash, Armut, Hunger, Kriege und Naturkatastrophen.

In der Geschichte hat es Beispiele ungeplanter Vergänglichkeit schon oft gegeben. Ganze Kulturen sind entstanden und wieder vergangen. Da die Vergänglichkeit nicht als Naturgesetz erkannt wurde, hielt man Armut, Hunger, Kriege und Naturkatastrophen für Schicksal, während man glaubte dass Inflation, Wirtschaftskrise und Geldcrash Folgen von falschem Finanzmanagement seien. Doch jetzt können wir den inneren Zusammenhang erkennen und nachhaltiges Zusammenleben auf der Erde aufbauen.

Mit einer geplanten sanften Vergänglichkeit kann jeder ohne Schaden umgehen. Wir alle wissen, dass frische Früchte altern: nach einer gewissen Zeit beginnen sie zu schimmeln, verfaulen oder werden runzelig. Niemand wird dies als Katastrophe empfinden. Wir alle kennen dies und sind darauf vorbereitet. Wir haben sogar gelernt, mit der Vergänglichkeit kreativ umzugehen. So haben wir zum Beispiel verschiedene Konservierungsmethoden entwickelt. Und manche Koch- und Back-Rezepte schmecken am Besten mit der konservierten Variante. Mit der Vergänglichkeit des Gradido können wir ebenfalls kreativ umgehen, zum Beispiel mit Krediten und Beteiligungen. Und Vergänglichkeit hat noch einen Vorteil: sie ist gnädig.